Viele Menschen fürchten sich vor dem Älter werden und haben dafür meist ganz profane Gründe. So kann es einfach nur Jugend und Schönheit sein, die schwinden oder aber das Gedächtnis; die Sinne wie Geruch, Geschmack oder Sehkraft nehmen ab und natürlich werden Knochen brüchiger, Muskeln schwächer und die Gelenke bewegen sich auch nicht mehr so geschmeidig wie früher. All diese Einschränkungen gilt es im Alter auch bei der Wohnungseinrichtung und -gestaltung zu beachten.
Alternative zum Altenheim
Wenn der Körper nicht mehr so will wie man selbst oder der Geist einen im Stich lässt, tragen sich viele mit der Überlegung, ob sie im eigenen Heim noch gut aufgehoben sind. Gerade die nächsten Angehörigen machen sich oft große Sorgen die Alten zu Hause allein zu lassen, da sie Angst haben, dass sie nicht mehr alleine mit den kleinen Hindernissen im Alltag zurechtkommen. Dabei lässt sich einiges tun, um eine Wohnung seniorengerecht zu gestalten und so den Umzug ins Altenheim überflüssig zu machen. Kleinere Umbauten und Umräumarbeiten, die Installation einiger moderner Helferlein, die inzwischen schon in großer Auswahl auf dem Markt zu finden sind. Wenn man nicht weiß, wo man so etwas finden und kaufen kann, ist es manchmal hilfreich in Altenheimen oder Seniorenpflegeeinrichtungen nachzufragen, auch mobile Pflegedienste haben oft eine Menge Tips parat.
Der Einbau und Umbau
Wichtig für Senioren ist eine gute Ausleuchtung der Wohnräume; schummeriges Licht und viele kleine Lichtquellen mögen zwar gemütlicher sein, dabei werden aber Hindernisse und Teppichkanten leicht übersehen. Man muss nicht unbedingt eine kalte Neonröhre an der Decke installieren, mit LED oder Halogenlicht lassen sich auch schon gute Lichtverhältnisse erreichen. Stufen in den Wegen älterer Menschen sind eine ernstzunehmende Gefahrenquelle und häufigste Sturzursache. Daher sollte man Türschwellen möglichst abflachen, dicke Teppiche mit hohen Kanten ganz wegräumen und bei größeren Treppen einen Treppenlift installieren und auch auf flachen Wegen einen Handlauf an der Wand befestigen. Denn ein Halt bei den für alte Menschen manchmal sehr lang erscheinenden Wegen zwischen Bad, Küche und Wohnzimmer vereinfacht vieles.
Für den Notfall
Außer den baulichen Veränderungen in einer Wohnung können auch kleine Geräte aus dem Elektrofachmarkt vieles erleichtern. Bewegungsmelder oder Klatschschalter vermeiden die zusätzlichen Wege zum Lichtschalter; Wecker, die die Zeit zur Tabletteneinahme melden oder Uhren, die die Uhrzeit ansagen, sind nur einige Beispiele. Auch einen größeren Fernseher, Beschriftungen an wichtigen Schubladen, ein Telefon mit extra-großen Tasten und ein Notrufknopf, der mit einem Band um den Hals getragen wird, sichern den Alltag ab. Besondere Möbel können Lebensqualität zurückgeben und die Mobilität erhöhen. Betten mit motorgetriebenen Lattenrosten, um mühelos die Position zu verändern, Sitzerhöhungen auf der Toilette oder elektrische Türöffner machen den Weg frei. So erfordert es manchmal gar nicht so viel Arbeit, entscheidend zum Wohnkomfort beizutragen und der ersparte Umzug ins Altenheim ist allemal die Mühe wert.